Befragungen in Hemmingen zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Bevölkerung

Der Kommunale Präventionsrat Hemmingen hat im Jahr 2002 eine erste Befragung zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt.

Dieser Fragebogen wurde als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Fragebogens für die Befragung im Jahr 2010 herangezogen.

Einige Fragen wurden übernommen, um für bestimmte Fragestellungen langfristige Effekte und Abweichungen feststellen zu können.

Die Lenkungsgruppe des Präventionsrates, Mitglieder des Präventionsrates und die Verwaltung der Stadt Hemmingen wurden an der Differenzierung der Fragestellungen beteiligt. Die Vorschläge wurden aufgenommen und eingearbeitet. Die Fragebogenumsetzung und das Drucken der Fragebögen wurde vom Institut e.mares Innovationsforschung durchgeführt.

 

Durchführung der Befragung 2010

Die Bevölkerung wurde durch Pressemitteilungen über die Befragung informiert und um Unterstützung des Vorhabens gebeten.

Die Grundgesamtheit der Stichprobe bildete die Wohnbevölkerung in Hemmingen im Alter ab 14 Jahre. Auf der Basis einer geschichteten Zufallsstichprobe wurden 3.500 Personen (ca. 20 % der Einwohner) ausgewählt und zur Befragung aufgefordert. Die Schichtung erfolgte über die Merkmale Ortsteile, Altersgruppe und Geschlecht. Den Personen der Zufallsstichprobe wurden die Fragebögen Ende Oktober 2010 zugesendet. Die gesamte Befragung erfolgte in dem Zeitraum vom 28. Oktober bis zum 20. November 2010. Die Versendung der Fragebögen erfolgte durch das Institut e.mares.

1.108 Fragebögen wurden ausgefüllt zurückgegeben, das entspricht einer Rücklaufquote von 32%.

 

Auswertung der Befragung

Die Datenerfassung, Datenverarbeitung, Auswertung der Daten und die grafische Aufbereitung der Daten wurde vom Institut e.mares durchgeführt.

 

Auf der Basis der Ergebnisse der Befragung konnten folgende Maßnahmen als Handlungsempfehlungen für die zukünftige Präventionsarbeit in Hemmingen zusammengefasst werden:

 

  1. Entspannung der Verkehrssituation durch Verkehrsberuhigung
  2. Pflege und Ausbau der Fuß- und Radwege
  3. Bessere öffentliche Beleuchtung
  4. Ausbau der Nahversorgung (Einkauf und medizinische Versorgung, Arzt/Apotheke)
  5. Hundehalter stärker in die Verantwortung nehmen (Entsorgung von Hundekot, Anleinpflicht)
  6. Aufklärung/Schulung der Senioren (Betrug/Technik)
  7. Ausbau der Beratung/Betreuung der Jugendlichen zum Thema Alkohol-/Drogenkonsum
  8. Gewaltfreie Schule (Mobbing, Körperverletzung)
  9. Verbesserung der Freizeitsituation für Kinder (Spielgeräte) und Jugendliche
  10. Vermeidung eines “Unsicherheitsumfeldes” (Sachbeschädigungen, Farbschmierereien, Müll)

 

Veröffentlichung der Ergebnisse der Befragung

Die Ergebnisse der Befragung wurden am 14. März 2011 in einem Gremium des Stadtrates den Ratsmitgliedern und der Stadtverwaltung der Stadt Hemmingen vorgestellt. Parallel dazu erfolgte eine Veröffentlichung in den Zeitungsmedien.

Am 11. April 2011 wurden die Mitglieder des Präventionsrates während einer Präventionsratssitzung über die Ergebnisse der Befragung informiert. Insbesondere wurden die Handlungsempfehlungen (10 Punkte) und ihre Umsetzung diskutiert.

 

Download zur Befragung