2004 konnte der Präventionsrat mit Spenden von Sponsoren in allen Hemminger Kitas und Grundschulen
das „faustlos“-Projekt einführen.

Das Thema Gewalt und Aggression unter Jugendlichen war immer mehr ins Zentrum der Öffentlichkeit und
der wissenschaftlichen Diskussion gerückt.

Das Fördern von sozial-emotionalen Kompetenzen bei Kindern zur Stärkung ihrer Konfliktfähigkeit hat sich deshalb
als ein elementarer Bestandteil in der Gewaltprävention herausgestellt. Und hier setzt das Projekt „faustlos“ an.

 

Was ist nun „faustlos“?

„faustlos“ ist ein Programm zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und zur Prävention aggressiven Verhaltens
von Kindern und Jugendlichen.

Es gibt 2 Programme – eins speziell für Kindergärten, ein anderes für die Grundschule.

„faustlos“ ist in drei Themenbereiche aufgebaut:

  1. Training für das Einfühlungsvermögen (Empathie)

Hier lernen die Kinder, eigene Gefühle und die anderer Menschen wahrzunehmen
und erfahren Möglichkeiten, eigene Gefühle gegenüber anderen auszudrücken.

  1. Impulskontrolle

Hier trainieren die Kinder soziale Verhaltensfähigkeiten. Sie lernen, wie sie ihre
Probleme selber lösen können, z.B. wie man sich entschuldigt, wie man andere
höflich unterbricht und wie man Freunde gewinnt.

  1. Umgang mit Ärger und Wut

Hier lernen Kinder, mit ihrem Ärger und ihrer Wut so umzugehen, dass sie sich
und andere damit nicht verletzen.

 

Zentrale Hilfsmittel sind dabei Bildmaterialien und in den Kitas 2 Handpuppen – der „Wilde Willy“ und die „Ruhige Schnecke“.