Gewaltpräventionsprojekt der Hemminger Bildungseinrichtungen

Der Präventionsrat der Stadt Hemmingen hat 2012 die Thematik der psychischen und physischen Gewalt unter Kindern und Jugendlichen aufgegriffen (siehe Bürgerbefragung 2010) und mit den Bildungseinrichtungen Hemmingens ein gemeinsames Gewaltpräventionsprojekt erarbeitet.

Das erste Vernetzungstreffen fand im Mai 2012 statt.

Am 13. März 2014 bestätigten 16 Bildungseinrichtungen dieses Projekt mit ihrer Unterschrift.

Hemminger Kindertagesstätten, Horte, Grundschulen, KGS und Jugendpflege haben sich damit auf 6 Regeln des fairen Miteinanders geeinigt.

Durch die Verpflichtung auf ein gemeinsames Konzept soll ein Bezugsrahmen geschaffen werden, der eine größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten darstellt. Die 6 Regeln sollen allen – Erwachsenen wie Kindern – als Orientierungshilfe dienen und von allen eingefordert werden können.

„Dieses Projekt ist über die Grenzen Hemmingens hinweg einzigartig“ so Bürgermeister Claus Schacht, der als Schirmherr allen Beteiligten seinen großen Respekt und Dank aussprach.

Die 6 Regeln lauten:

  1. Wir achten auf einander.
  1. Wir arbeiten miteinander.
  1. Wir hören aufmerksam zu.
  1. Jede/r spricht für sich.
  1. Wir probieren Neues aus, da darf auch etwas schiefgehen.
  1. Stopp – heißt: wir hören auf.

Diese Regeln sollen als Hilfestellung verstanden werden und somit Lernchancen bieten.

Dafür müssen sie von den Hemminger Bildungseinrichtungen im alltäglichen Leben allerdings erst noch gefüllt werden – mit sogenannten „Ausführungsbestimmungen“. Diese können nicht für alle Gruppen gleichermaßen bestimmt, sondern müssen in den jeweiligen Einrichtungen einzeln diskutiert werden.

Um die Bildungseinrichtungen weiterhin zu unterstützen, bietet der Präventionsrat in regelmäßigen Abständen Vernetzungstreffen an, bei denen sich die Beteiligten austauschen können über die Umsetzung des Projektes in den jeweiligen Einrichtungen.